Baden -1000 Jahre-
Ein großes Ereignis wirft seine Schatten voraus: Der größte Achimer Ortsteil Baden wird im Jahre 2013 ein erstaunliches Jubiläum begehen:
Die 1000 - Jahr - Feier steht an!
Am 03.11.2010 fand in der Wasserburg in Baden die Gründungsversammlung für den Verein " Arbeitsgemeinschaft Badener Vereine" statt.
Üblicherweise werden runde Ortsjubiläen von der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes aus berechnet . Bei dem Dorf Baden erfolgte nach allem, was man heute weiß, die erste Erwähnung als „Botegun" in der „Hamburgischen Kirchengeschichte von 878 bis1072" des Bremer Domschreibers Adam von Bremen aus dem Jahre 1076. Beschrieben wird dort die Übertragung der Erträge des Hofes „Botegun", wie Baden damals hieß, durch den Erzbischof Unwan an die Bremer Geistlichkeit, und zwar sehr wahrscheinlich im Jahre 1013 - also vor knapp 1000 Jahren - als Dank für seine Einsetzung als neuer Erzbischof. In der Anlage findet sich dazu ein ausführlicher Beitrag von Stadtarchivpfleger Karlheinz Gerhold.
Baden ist seit 1972 Teil der Stadt Achim und liegt am rechten Weserufer auf einem der letzten Geest-Höhenrücken Norddeutschlands, in der sonst eher flachen Landschaft.
„Wo die WESER einen großen Bogen macht!" - Hier fließen die Weser, die Alte Aller und der Kanal zusammen, direkt am Fuße der viel beschriebenen „Badener Berge, schönster Vergnügungsort Bremens, gelegen unmittelbar an der Weser, ist durch seine auf hohem Ufer idyllische Lage, von wo man das ganze Wesertal überblickt, allgemein beliebt. Auch ein Spaziergang in die gleich angrenzenden berühmten Sandberge und Tannen ist ein ganz besonderer Genuss, und wird jeder Besucher von der großen Fülle dieser Naturschönheiten entzückt sein", wie es auf einer alten Ansichtskarte aus der Zeit um 1900 heißt.
Von den BADENER BERGEN und der Weserpromenade blickt man in die weite grüne Marschlandschaft bis zur Syker und Wildeshauser Geest, und bei gutem Wetter kann man sogar den Verdener Dom sehen. Die einmalige Schönheit der Badener Geestlandschaft und der angrenzenden Wald- und Moorflächen im Norden und ihren hohen Erholungswert hat schon der bekannte Heimatschriftsteller August Freudenthal in seinen „Heidefahrten" vor über 100 Jahren beschrieben. Den beliebten Erholungsort, der zeitweise sogar den Zusatz „Luftkurort" trug, steuerten früher die Ausflugsdampfer an, heute kommen viele Übernachtungsgäste über den Weserradweg nach Baden.
Im Mittelalter soll der legendäre Seeräuber Claus STÖRTEBEKER von der Badener Hünenburg aus seine Raubzüge unternommen haben. Immer noch ungeklärt sind Ursprung und Funktion dieser fast komplett erhaltenen historischen Ringwallanlage direkt am Weserufer.
Lange Zeit waren die adeligen Güter Wasserbaden (Ortsmitte) , Holzbaden und Ruschbaden ortsprägend.
Schon seit je her hatte der Ort für die umliegenden Dörfer als Hauptort eine Mittelpunktfunktion. Durch Torfabbau und später Urbarmachung unter der Leitung des damaligen Landrates Josua Roedenbeck begann ab 1914 die Besiedlung des heute aufstrebenden Ortsteiles Badenermoor. Ein Gedenkstein bei einer heute 350 Jahre alten Eiche erinnert an diese Zeit.
Im Jahre 2013 feiert Baden somit sein 1000jähriges Bestehen. Zur Zeit laufen viele Vorbereitungen. Baden zeichnet sich durch ein attraktives Kultur- und Vereinsleben aus. Gemeinsinn und Geselligkeit werden seit vielen Jahrzehnten gepflegt. In der Arbeitsgemeinschaft Badener Vereine haben sich Schützenverein, Gesangverein Harmonie, TV Baden, SV Baden, DRK, AWO, die Kirchengemeinde, die Parteien, Schule und Kindergarten und andere zusammengeschlossen. Sie wirkt seit den 60er Jahren bei der „BADENER PFINGSTWIESE", dem beliebten Volksfest, mit.
Die Geschichtswerkstatt und die Arbeitsgemeinschaft Badener Vereine bitten im Rahmen dieser Vorbereitungen um alte Fotos, Dokumente, Familienchroniken etc. Ansprechpartner ist Herr Karlheinz Gerhold Tel. 04202 71805.
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